Über die Konferenz

Dem Konzept der Harm Reduction im Umgang mit potenziell gefährlichem und gefährdendem Substanzgebrauch kommt in den Ländern der DACH-Region unterschiedliche Bedeutung zu; dementsprechend wird es auf verschiedene Weise umgesetzt. Da die Verwirklichung dieses Prinzips in Europa nicht harmonisiert ist, unterliegen die Möglichkeiten der Umsetzung den unterschiedlichen drogenpolitischen Rahmenbedingungen in den drei Ländern. Sie hängen daher nicht nur vom Interesse und Willen der befassten Fachleute ab. Entsprechend werden in den 3 Ländern die Möglichkeiten, die das Methodenspektrum der HR grundsätzlich bietet, auf unterschiedliche Weise implementiert. In der jeweils praktizierten Umsetzung kommt ihnen jedoch in allen Ländern der DACH-Region große praktische Bedeutung und hohes drogenpolitisches Gewicht zu. Mit der Umsetzung der Philosophie der Harm Reduction repräsentieren sie eine wesentliche Dimension des helfenden und unterstützenden Umgangs mit substanzgebrauchenden Menschen jenseits der Abstinenzforderung.

Anmeldung

Wann

01.Oktober 2026 von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Wo

VHS Wiener Urania
Uraniastraße 1, 1010 Wien

Teilnahmegebühren:

reguläre Teilnahmegebühren: € 90,-
reduzierte Teilnahmegebühren: € 70,- (für Vertreter:innen von ausgewählten Organisationen der Selbsthilfe (NGOs/NPOs) sowie für Studierende)


Diese Veranstaltung hat erstmals 2023 in Wien stattgefunden und kehrt heuer wieder in unsere Stadt zurück. Ziel dieser Konferenzen ist es, die Expertise und die Aktivitäten in den verschiedenen Bereichen auf der Ebene der Fachgesellschaften zu bündeln und gemeinsam eine internationale Konferenz zu etablieren, die Themen wie Harm Reduction, Risikominimierung, Opioid-Agonisten-Therapie, Entstigmatisierung, drogenpolitische Problembereiche u.a.m. stärker positioniert und damit der Fachwelt ein Format für Erfahrungs- und Meinungsaustausch bietet.

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Anmelde- und Zahlungsbedingungen

Programm

ab 08:30

Registratur

09:00

Eröffnung und Begrüßung

 

  • Dr.in Claudia SCHEIBER | Leiterin der Drogenambulanz Klagenfurt und 1. Vorsitzende der ÖGABS

 

  • Mag. Raphael BAYER | BMASGPK, Leitung der Abteilung VI/6 – Angelegenheiten Drogen und Suchtmittel, neue psychoaktive Substanzen, Österreichische Suchtpräventionsstrategie, Wien

 

  • Prim. Dr. Christian KORBEL | Ärztlicher Direktor, Landesklinikum Mauer und Präsident der Öster­reichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

09:15

09:15 – 10:45 | Vorsitz: Dr. Simon FLEIßNER

 

Keynote: Schadensminimierung in Österreich – Historie und aktuelle Heraus­forderungen

 

  • Univ.-Prof. Dr. Alfred SPRINGER | em. Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Suchtforschung, Wien, und 2. Vorsitzender der ÖGABS

09:45

Keynote: Suchtmedizin -Wer macht den Job? Best Practice Deutschland

 

  • Dr. Maurice CABANIS | Ärztlicher Direktor der Klinik für Suchtmedizin und Abhängiges Verhalten, Klinikum Stuttgart und erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin

10:15

Keynote: Konsumgewohnheiten in Konsumräumen – Crack

 

  • Florian MEYER | Msc, Leiter der Abteilung Schadensminderung illegale Substanzen der Stadt Zürich

 

  • Dr. Thilo BECK | Co-Chefarzt Psychiatrie, Arud Zürich und Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin

10:45

PAUSE

11:15

11:15 – 12:30 | Vorsitz: PD Dr.in Louise PENZENSTADLER

 

Keynote: Cannabis

 

  • Prof. Dr. Daniele ZULLINO | Leiter der Suchtpsychiatrie, Universitätsspital Genf

11:45

Pro & Contra: Tabak und Nikotin Harm Reduction

Moderation: Prof. Dr. Alfred UHL

 

  • Dr. Martin BUSCH | Abteilungsleiter Kompetenzzentrum Sucht, Gesundheit Österreich GmbH, Wien

 

  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang POPP | Facharzt für Lungenkrankheiten, Wien

12:30

MITTAGSPAUSE

 

13:30

 – 15:00 | Parallelsessions

 

13:30 – 15:00 | WORKSHOP: Herausforderungen in der OAT angesichts eines sich wandelnden Opioid-Marktes

 

  • Dr.in Katharina SCHOETT | Ärztliche Direktorin der Klinik für Suchtmedizin am Ökumenischen Hainich Klinikum Mühlhausen und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin
  • Dirk SCHÄFFER | Fachreferent für Drogen und Strafvollzug/JES, Deutsche Aidshilfe, Berlin

 

13:30 – 15:00 | SYMPOSIEN zu aktuellen Themen – Vorsitz: Dr. Heino STÖVER

 

13:30 – 14:00 | Innovative Suchtmedizin in Wien – Ergebnisse zur Machbarkeit der intravenösen OAT mit Hydromorphon

 

  • Dr.in Regina WALTER-PHILIPP | Ärztliche Leiterin, Ambulatorium Suchthilfe Wien

 

14:00 – 14:30 | Alkohol und Harm Reduction

 

  • Prof. Dr. Alfred UHL | stellvertretender Leiter des Kompetenzzentrums Sucht in der Gesundheit Österreich GmbH, Wien

 

14:30 – 15:00 | Harm Reduction durch Hepatitis-Elimination bei Menschen mit intravenösem Drogen­konsum

 

  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael GSCHWANTLER | Abteilungsvorstand der 4. Medizinische Abteilung mit Gastroenterologie, Hepatologie, Endoskopie und Ambulanz Klinik Ottakring, Wien

 

13:30 – 15:00 | EXKURSION in das Polizeianhaltezentrum (PAZ) Wien – Rossauer Lände: Die sucht­medizinische Betreuung im polizeilichen Gewahrsam: Einblick in den klinischen Alltag

 

  • Dr. Paul BECVAR | ärztliche Leitung Gudrunstraße, Dialog: Individuelle Suchthilfe, Wien
  • Sebastian GRUBINGER | stellvertretender Geschäftsführer, Dialog: Individuelle Suchthilfe, Wien

 

13:30 – 15:00 | WORKSHOP: Schadensminderung im Alltag: Was brauche ich in Beratung, Betreuung und Behandlung? Mit Fokus auf intravenösem Konsum – praktisch, anschaulich und mit Live-Demonstration.

 

  • Dr.in Maria KOFLER | ärztliche Leitung Modecenterstraße, Dialog: Individuelle Suchthilfe, Wien

 

15:00

PAUSE

15:30

Abschlussplenum: Highlights aus den Arbeitsgruppen und Ausblick

16:30

Ende 

Initiatoren

Presse

Pressemitteilung | Wider das Abstinenzparadigma | 30. August 2023

Pressemitteilung | Ethische Aspekte der Harm Reduction | 05. September 2023

Pressemitteilung | Alternative Wege zum Rauchstopp – ein Blick über die Grenzen | 05. September 2023

Pressemitteilung | Es besteht großes Interesse und gleichzeitig ein geringer Wissensstand | 23. Oktober 2023

Pressemitteilung | Erste deutschsprachige Harm Reduction Konferenz in Wien | 16. Jänner 2024

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